Im Drachenboot mit Fluss-Rangern die Natur des Rheins entdecken

2007/09/10 11:46
News von:
DBU
Frankfurt am Main (ots) - Es hat geklappt: Das erste neu gebaute Holzdrachenboot ist Donnerstagabend am Frankfurter Mainufer erfolgreich vom Stapel gelaufen. Einsteigen sollen in das einem historischen Rhein-Kahn
nachempfundene Boot Touristen und Bürger der Region, "um sich von Fluss-Rangern versteckte Schönheiten im Rhein-Main-Gebiet zeigen zu lassen", erklärte Projektleiter Rolf Strojec vom Bildungswerk für Paddel-, Bewegungs- und Reisekultur. 14 Fluss-Ranger sind bisher
ausgebildet. Anlässlich des Stapellaufes wurde ihnen von Verena Exner, Referatsleiterin bei der Deutschen
Das neu gebaute Holzdrachenboot ging Donnerstagabend am Frankfurter Mainufer auf Jungfernfahrt. Foto: DBU
Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Diplom-Urkunde überreicht. Die DBU unterstützt im Rahmen
der Sport-Umwelt-Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund
(DOSB) das Projekt mit 90.000 Euro. Die "Werft" gehört zum Trainings-
und Ausbildungszentrums (taz) des Frankfurter Vereins für soziale
Heimstätten. Ehemalige Drogenkranke können hier ihre Erstausbildung
nachholen - zehn Tischlerlehrlinge fertigten das Drachenboot.

Ziel des Großprojektes "Erlebnisraum Wasser" sei es, den Rhein
zwischen Eltville, dem rheinhessischen Heidesheim und dem
Naturschutzgebiet Kühkopf auf eine neue Weise touristisch zu
erschließen, so Strojec. "Erstmals wird der Naturvermittlungsansatz
aus den Nationalparks der USA auf deutschem Wasser angewendet. Dazu
werden Fluss-Ranger ausgebildet", erklärte DBU-Expertin Exner. "Diese
bieten dann eine erlebnisorientierte Führung durch die Natur." Die
Fluss-Ranger hätten eine Doppelfunktion: Einerseits seien sie
erfahrene Bootsführer, zum anderen Landschaftsinterpreten, die
Naturphänomene kompetent an ihr Publikum vermittelten. Die Touristen
sollten sich so besser mit der Region identifizieren - das helfe, das
wertvolle Natur- und Kulturerbe zu bewahren.

Regelmäßig geht es nun mit den ersten frisch diplomierten
Fluss-Rangern auf Entdeckungsreisen. 20 Menschen haben Platz in dem
Drachenboot - einem besonders langen Paddelboot. Seinen Namen hat es
aus dem Chinesischen. Dort wurden die Holzboote bunt angemalt und mit
geschnitztem Drachenkopf und -schwanz verziert.

"Das Drachenboot ist der ideale Bootstyp für Gruppenausflüge",
betonte Strojec. Paddeln und Geradeausfahren lasse sich im Gegensatz
zum Kanu schnell lernen. Außerdem könnten bis zu 20 Personen
gleichzeitig mitfahren. Ein zweites Drachenboot für das neue
Fluss-Erlebnis liegt noch auf Stapel. In der "Drachenboot-Werft" -
der Werkstatt des taz am Niederräder Ufer - wird weiter geschreinert.
DBU-Expertin Exner: "Besonders möchte ich den Auszubildenden danken,
die das Drachenboot in vielen Stunden gemeinsam mit ihrem Ausbilder
gebaut haben!"

Drei Fluss-Station auf dem Rhein sind Anlaufstellen im
Einzugsbereich des Rhein-Main-Ballungsraums: bei Heidesheim, auf der
Höhe von Trebur und bei Stockstadt. Von dort werden die Flusstouren
gestartet, die auf Basis einer Landschafts-Analyse ausgearbeitet
wurden. Es soll zum Ginsheimer Altrhein gehen, in das
Naturschutzgebiet Kühkopf und zu den Rheininseln in Höhe von
Eltville.



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